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Wohnimmobilien bleiben heiß begehrt

Soll ich noch kaufen? Oder platzt bald die Blase? Ihren Kunden können Sie Entwarnung geben: Bundesweit droht keine Überhitzung des Wohnimmobilienmarktes, die Nachfrage bleibt hoch. Das zeigt eine Studie des Instituts für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg (IREBS) im Auftrag der Deutschen Bank.

Die umfassende Analyse gibt zudem Antworten auf die Fragen, wo sich Immobilien als Kapitalanlage besonders lohnen, welche Folgen der demografische Wandel hat und in welchem Bereich Milliardeninvestitionen fehlen.

1) Es gibt nach wie vor keine Blase.

Der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland ist intakt. Die Gefahr einer nationalen Übertreibung sehen die Autoren der Studie weiterhin nicht. Zugleich warnen sie vor Überhitzungstendenzen in regionalen Teilmärkten. Weitere mögliche Risiken sind steigende Zinsen, weniger Zuwanderung, eine Zunahme spekulativer Geschäfte sowie eine zu rigide Mieterschutzpolitik. „2015 dürften diese Risiken aber noch nicht ins Haus stehen“, sagt IREBS-Chef Tobias Just.

2) Die Preise werden 2015 weiter steigen.

„Die Wohnungspreise werden in diesem Jahr bei weiterhin reger Bautätigkeit moderat steigen“, sagt Jochen Möbert, Immobilienexperte bei Deutsche Bank Research. Laut Studie werden Einfamilienhäuser und Bestandswohnungen im Schnitt drei, Neubauwohnungen vier Prozent teurer (siehe Grafik). Zum Vergleich: 2014 kletterten dem Analyseunternehmen Bulwiengesa zufolge die Hauspreise inflationsbereinigt um 4,5 Prozent. Dabei fiel der Preisanstieg in kleineren B-Städten (z. B. Kiel, Weimar) erstmals stärker aus als in A-Städten (z. B. München, Hamburg).

3) Die Bauzinsen bleiben niedrig.

Ihre Kunden profitieren weiterhin von sehr niedrigen Hypothekenzinsen. „Die Bauzinsen für Kunden dürften auch 2015 günstig bleiben“, sagt Eva Grunwald, Leiterin Baufinanzierung der Deutschen Bank. Hintergrund: Die Konditionen orientieren sich an der Verzinsung deutscher Staatsanleihen. Die Deutsche Bank erwartet zum Jahresende 0,4 Prozent Rendite bei zehnjährigen Bundesanleihen – also weiterhin extrem niedrig.

4) Eine riesige Erbwelle rollt auf Deutschland zu.

Bis 2020 werden in Deutschland Jahr für Jahr Immobilien im Wert von rund 100 Milliarden Euro vererbt. Davon entfallen 60 Prozent auf Wohnimmobilien. Bis 2060 könnten – konservativ gerechnet – Wohnimmobilien im Wert von rund 2,7 Billionen Euro an die nächste Generation weitergegeben werden.

5) Für Seniorenwohnungen fehlen Milliarden.

Auch der demografische Wandel nimmt zunehmend Einfluss auf den Immobilienmarkt: Rund acht Millionen Seniorenhaushalte gibt es in Deutschland. Davon sind gerade einmal fünf Prozent derzeit barrierefrei. Laut Studie fehlen 40 Milliarden Euro an Investitionen, um allein den akuten Bedarf zu decken. „Eine frühzeitige, altersgerechte Sanierung ist notwendig, damit ältere Menschen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können“, betont Just. „In vielen Fällen ist eine Umbaumaßnahme günstiger als die Unterbringung im Pflegeheim.“

Sie wollen mehr wissen, sich und Ihre Kunden umfassend informieren?
Hier finden Sie die komplette Studie zum Download

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Last Update: 6.3.2015
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