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Jetzt aktiv werden – und Ihre Zulassung gemäß § 34i GewO rechtzeitig beantragen

Diesen Termin sollten Sie im Auge behalten: Am 21. März 2017 endet die Übergangsregelung der  Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Worauf müssen Sie als Vermittler jetzt achten? Welche Qualifikationen müssen Sie nachweisen? Und welche Versicherungen schreibt der Gesetzgeber vor? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Am 06. Mai 2016 ist mit der Veröffentlichung der Verordnung „ImmVermV“ im Bundesgesetzblatt die EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie vollständig in deutsches Recht umgesetzt worden. Seit diesem Zeitpunkt können Sie eine Erlaubnis nach §34i Gewerbeordnung (GewO) beantragen. Diese ist dann ab dem 21. März 2017 zwingend erforderlich, um Immobilar-Verbraucherdarlehen an Ihre Kunden vermitteln zu können.

Für diese Erlaubnis ist in der Regel eine IHK-Sachkundeprüfung „Fachmann/Fachfrau für Immobiliardarlehensvermittlung“ erforderlich. Die Sachkundeprüfung sieht zwei schriftliche Teilprüfungen vor – zu rechtlichen Grundlagen (40 Aufgaben, Dauer 60 Minuten) und zum Bereich Finanzierung und Produkte (60 Aufgaben, Dauer 90 Minuten). Hinzu kann eine mündliche Prüfung kommen, bei der ein Kundenberatungsgespräch simuliert wird. Zur Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung werden zum Beispiel Lehrgänge angeboten.

Vermittler, die bereits vor dem 21. März 2016 eine Erlaubnis nach § 34c GewO zur Darlehensvermittlung erteilt bekommen haben, können die Erlaubnis nach § 34i GewO durch einfache Umschreibung erhalten. Hierzu benötigen Sie einen der folgenden Nachweise:

  • Erfolgreich abgelegte Prüfung zum „Fachmann/Fachfrau für Immobiliardarlehensvermittlung (IHK)“ oder
  • Nachweis einer gleichgestellten Berufsqualifikation, z.B. Bank- oder Immobilienkaufmann, geprüfter Bank- oder Immobilienfachwirt (eine Liste weiterer Qualifikationen finden Sie hier) oder
  • Nachweis des Eigengeschäfts nach der „Alte-Hasen“-Regelung, also die ununterbrochene Tätigkeit in der Immobilienfinanzierung seit dem 21. März 2011. Dabei gibt es regionale Unterschiede: So verlangt etwa Baden-Württemberg den Nachweis von drei Beratungen pro Jahr. In Bayern genügt eine Beratung pro Jahr. Der Nachweis kann in der Regel über anonymisierte Provisionsabrechnungen erfolgen.

Wird die Erlaubnis gemäß § 34i GewO nicht bis zum 21. März 2017 erworben, entfällt die Möglichkeit zur einfachen Umschreibung. Es ist dann eine komplette Neubeantragung des § 34i GewO mit deutlich höherem Aufwand erforderlich.

Achtung: Es geht nur ein Teil der Inhalte des bisherigen § 34c GewO in den neuen § 34i GewO über. Die Erlaubnis nach § 34c GewO ist weiterhin erforderlich, z.B. für die Vermittlung von Privatkrediten und Bauspardarlehen, die nicht für Immobilienkauf- und Baumaßnahmen vorgesehen sind.
Um Ihre Vermittlertätigkeit wie gewohnt fortführen zu können, benötigen Sie ab dem 21. März 2017 also gegebenenfalls beide Nachweise (§ 34c GewO und § 34i GewO). „Vermittler sollten mindestens vier Wochen Vorlauf für die Beantragung der Erlaubnis einplanen“, rät Frank Rottenbacher, Vorstand des Bundesverbands Finanzdienstleistung (AfW).

Welche Versicherung Sie für den § 34i GewO benötigen

Um eine Erlaubnis nach §34i GewO zu erhalten, müssen Sie eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen. Die festgelegten Mindestversicherungssummen zum Beispiel von 460.000 Euro für jede einzelne Finanzierung und insgesamt 750.000 Euro pro Kalenderjahr  (bei Mitarbeitern/weiteren Vermittlern erhöhte Mindestversicherungssummen) stellen eine Absicherung für Ihre Kunden und für Sie selbst dar, falls sich beispielsweise Schadensfälle aus Reklamationen einer fehlerhaften Baufinanzierungsberatung oder einer ungeeigneten Empfehlung ergeben.

Übrigens: Die Deutsche Bank lässt sich aufgrund der seit 21. März 2016 erhöhten Haftung für den Vermittler bereits jetzt einen entsprechenden Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung (Vermögensschadenhaftpflichtversicherung) gemäß den Anforderungen nach § 34i GewO vorlegen. So sind Sie auch während der Übergangsregelung mit § 34c GewO bei eventuellen Schadensfällen bereits besser geschützt.  

Bei weiteren Fragen zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie geben Ihnen Ihre regionalen Vertriebspartnerkoordinatoren der Deutschen Bank gern Hilfestellung.

Testsieger: Bester Immobilienkredit

Dass Sie bei der Deutschen Bank nicht nur auf größtmögliche Unterstützung – beispielsweise bei der Umsetzung neuer gesetzlicher Vorgaben zählen können - sondern auch auf ein erstklassiges Produktangebot, das unterstreicht die Auszeichnung „Bester Immobilienkredit“ der Wirtschaftswoche. Das Angebot der Deutschen Bank Baufinanzierung mit 15-jähriger Zinsbindung wurde im Vergleich mit  60 Wettbewerbern als Testsieger ausgezeichnet.

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Last Update: 26.10.2016
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