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Ihre staatliche Unterstützung in der Corona-Krise

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus sind eine extreme Belastung für die Wirtschaft. Fast alle Branchen sind betroffen – vor allem Selbstständige und Unternehmer wie Sie. Der Staat hat reagiert und ein ganzes Bündel von Programmen aufgelegt, die Ihnen helfen sollen, die Durststrecke zu überbrücken. Wir liefern Ihnen den Überblick:

Um von der Corona-Krise betroffene Selbstständige vor der Insolvenz zu bewahren, bieten der Bund und die Länder mehrere Hilfsangebote an – über Landesbehörden und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die fünf wichtigsten Regelungen des „Schutzschilds für Deutschland“ im Überblick:

1) Soforthilfen des Bundes für Selbstständige, Freiberufler und kleine Firmen:
Bis zu 50 Milliarden Euro hat die Bundesregierung zu ihrer Unterstützung bereitgestellt. Vorgesehen sind bis zu 9.000 Euro für Selbstständige und Kleinunternehmer mit bis zu fünf Beschäftigten, bei bis zu zehn Mitarbeiter sind es bis zu 15.000 Euro. Es handelt sich um einen Zuschuss zu den Betriebskosten für drei Monate, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Mittel sollen schnell und unbürokratisch überwiesen werden. Da sie ähnliche Programme der Bundesländer ergänzen, wickeln diese auch die Anträge ab. Links zu den jeweiligen Stellen finden Sie in diesem PDF des Bundesfinanzministeriums.

2) Stundung der Umsatzsteuervorauszahlung:
Der Fiskus hilft kleinen Unternehmen und Solo-Selbstständigen mit Umsatzeinbrüchen bei der Sicherung ihrer Liquidität: Sie können eine zinslose Stundung der Umsatzsteuervorauszahlung bis zum 31. Dezember 2020 beantragen. Möglich ist auch eine Absenkung der Vorauszahlung. Zudem sollen laufende Vollstreckungsmaßnahmen bis Jahresende ausgesetzt werden. Details können Sie hier nachlesen, Anträge auf den Internetseiten der Finanzverwaltung Ihres Bundeslandes. Für eine Stundung der Gewerbesteuer müssen Sie einen Antrag an Ihre Stadt-/Gemeindeverwaltung richten.

3) Sozialversicherungsbeiträge später zahlen:
Auch Krankenkassenbeiträge können Unternehmen, die vorübergehend in Liquiditätsschwierigkeiten sind oder durch eine Zahlung in diese geraten würden, stunden lassen. Die Regelung der Kassen gilt aktuell für die Monate März und April. Eine Bewilligung erteilt Ihre Krankenkasse – Musteranträge liegen zum Beispiel als PDF oder als Word-Dokument vor.

4) KfW-Schnellkredit für kleinere Unternehmen und Mittelständler:
Für etablierte Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen neuen Sofortkredit zur Verfügung, wenn diese 2019 oder im Schnitt der vergangenen drei Jahre einen Gewinn erwirtschaftet haben. In diesem Fall werden maximal 25 Prozent des Umsatzes aus dem vergangenen Jahr, bei bis zu 50 Beschäftigten aber höchstens 500.000 Euro ausgereicht. Das über zehn Jahre rückzahlbare Darlehen wird über Ihre Hausbank abgewickelt. Der Clou: Da letztere eine 100-prozentige Haftungsfreistellung erhält, entfällt die Kreditrisikoprüfung, sodass Ihre Mittel schnell bewilligt werden können. Eine Tilgung kann auf Ihren Wunsch hin in den ersten zwei Jahren entfallen. Die Darlehen können laut KfW ab Mittwoch, den 15.04.2020, bei der jeweiligen Hausbank beantragt werden; konkrete Hinweise dazu finden Sie hier.
Weiterhin verschaffen Sie sich gerne einen Überblick zu weiteren möglicherweise für Sie oder Ihre Kunden in Frage kommenden Förderprogrammen auf der Homepage „KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen“.

5) Mietzahlungen aussetzen:
Seit dem 1. April haben auch Mieter gewerblich genutzter Räume die Möglichkeit, Zahlungen an ihren Vermieter auszusetzen und dürfen deswegen nicht gekündigt werden – die Regelung gilt laut Bundesjustizministerium zunächst bis zum 30. Juni. Dazu müssen Mieter glaubhaft machen, dass sie durch die Corona-Pandemie geschädigt sind. Das kann zum Beispiel durch den Nachweis geschehen, dass sich ein Unternehmer um staatliche Soforthilfe bemüht. Um nicht in Zahlungsverzug zu geraten, müssen gestundete Mieten bis spätestens zum 30. Juni 2022 beglichen werden. Setzen Sie sich am besten mit Ihrem Vermieter in Verbindung: Dieser kann seinerseits eventuelle Zins- und Tilgungslasten für seine Immobilie vorübergehend aussetzen.

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Last Update: 21.4.2020
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