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Geld vom Staat: Förderprogramme erleichtern den Weg ins Eigenheim

Wer sich Haus oder Wohnung kaufen möchte, kann in vielen Fällen auf staatliche Unterstützung zählen. Gute Neuigkeiten: Der Gesetzgeber hat zahlreiche Förderkonditionen verbessert – ein idealer Anlass, um mit Ihren Kunden ins Gespräch zu kommen.

Der Betongold-Boom hält an. Die Kaufpreise für Wohnhäuser und Eigentumswohnungen steigen in Deutschland weiter. Die Folge: Käufer brauchen immer mehr Eigenkapital und Kredite, um die gestiegenen Preise zu zahlen. Umso mehr rücken beim Wohnungskauf die zahlreichen Fördermöglichkeiten in den Fokus, die Bund, Länder und Gemeinden in petto haben. Doch die Angebote sind vielfältig und die Förderrichtlinien komplex. Mit Ihrer Unterstützung finden Ihre Kunden das passende Programm – und können sich so den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Ein Überblick über die wichtigsten Fördertöpfe:

1) Wohnungsbauprämie: Bonus für Bausparer
Die Aufwendungen für einen Bausparvertrag sind in vielen Fällen förderfähig. So spendiert der Staat eine Wohnungsbauprämie, wenn mindestens 50 Euro Beitrag im Jahr in den Vertrag fließen. Bis Ende 2020 werden 8,8 Prozent der Aufwendungen gefördert, die Höchstgrenze liegt bei 512 Euro für Singles und 1.024 Euro für Ehepaare pro Jahr. Die Bausparprämie beträgt also maximal 45 beziehungsweise 90 Euro, bei einer Einkommensgrenze von 25.600 Euro für Alleinstehende und 51.200 Euro für Paare. Ab 2021 wird Bausparen noch lohnender: Dann werden zehn Prozent der Aufwendungen begünstigt und die Einkommensgrenzen steigen deutlich auf 35.000 Euro für Singles und 70.000 Euro bei Paaren. Der förderfähige Höchstbetrag liegt dann bei 700 Euro für Singles und 1.400 Euro für Paare, also gibt es bis zu 70 beziehungsweise 140 Euro Wohnungsbauprämie.

2) Baukindergeld: Plus für Familien – Achtung: nur noch bis zum 31. Dezember 2020
Egal ob Kauf oder Neubau, Haus oder Eigentumswohnung: Mit dem sogenannten Baukindergeld unterstützt die Bundesregierung Familien mit bis zu 12.000 Euro pro Kind. Die KfW fördert den Nachwuchs unter 18 Jahren, der im Haushalt lebt und für den der Antragsteller Kindergeld bezieht, mit jeweils 1.200 Euro jährlich für einen Zeitraum von zehn Jahren. Dabei darf das Haushaltseinkommen maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind betragen. Häuslebauer können spätestens bis zum 31. Dezember 2023 einen Antrag stellen, wenn sie zwischen dem 01. Januar 2018 und 31. Dezember 2020 ihre Wohnimmobilie gekauft oder die Baugenehmigung erhalten haben. Stichtag ist die Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags. Noch wichtig: Die Familien müssen den Antrag innerhalb der ersten sechs Monate nach Einzug stellen – online im KfW-Zuschussportal. Mehr Informationen zu den Förderkonditionen finden Sie hier.

3) Wohn-Riester: Lukrativer Zuschuss für Eigenheimkäufer
Der Wohn-Riester ist eine Form der Riester-Rente. Ziel ist das mietfreie Wohnen im Eigenheim, spätestens wenn das Rentenalter erreicht wird. Wie bei jeder Riester-Förderung gibt es auch beim Wohn-Riester Zulagen beziehungsweise Steuervorteile. Die staatlichen Zulagen belaufen sich auf jährlich bis zu 175 Euro. Zusätzlich gibt es 185 Euro für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde, und 300 Euro für später zur Welt gekommenen Nachwuchs. Die vollen Zulagen fließen, wenn vier Prozent des Bruttoeinkommens in den Riester-Vertrag wandern – bis maximal 2.100 Euro jährlich. Wer sich für einen Wohn-Riester-Vertrag entscheidet, verwendet seine Beiträge und die staatlichen Zulagen dafür, eine sogenannte begünstigte Immobilie zu erwerben oder eine bereits gekaufte zu entschulden. Voraussetzungen: Der Wohn-Riester-Kunde muss sie als Wohnort nutzen und Allein- oder Miteigentümer sein. Ausführliche Informationen zum Wohn-Riester finden Sie hier.

4) KfW-Programme: Hilfe von Vater Staat
Der Klassiker in Sachen Bauen, Kaufen, Umbauen oder energetisch Sanieren: Die KfW unterstützt Immobilienkäufer durch Förderkredite mit Zinsvorteilen und Tilgungszuschüssen sowie durch Investitionszuschüsse. Eines der Kernangebote ist das KfW-Programm 124 zur Wohneigentumsbildung. Dahinter steckt ein bis zu 100.000 Euro hohes Förderdarlehen, das sich auch mit anderen Förderungen kombinieren lässt – beispielsweise mit Programmen für Energiesparhäuser. Darüber hinaus unterstützt die KfW Eigentümer, die ihr Heim altersgerecht umbauen möchten. Erfreulich: Seit Januar 2020 gelten verbesserte Konditionen im Bereich des energieeffizienten Bauens und Sanierens. So profitieren Eigenheimkäufer seit dem 24. Januar 2020 bei vielen Angeboten von höheren Tilgungs- und Investitionszuschüssen sowie Kreditbeträgen.

5) Landesförderung: Regionale Unterstützung
Wer sein Eigenheim plant, sollte nicht nur die KfW-Programme im Blick haben. Auch Bundesländer, Landkreise und Kommunen unterstützen Häuslebauer und Modernisierer. Die Programme der Länder bestehen meist aus zinsvergünstigten Darlehen sowie Tilgungszuschüssen. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, gelten in der Regel Einkommensgrenzen sowie Anforderungen an die Eigenleistungen. Die Unterstützung der Kommunen fällt dagegen sehr unterschiedlich aus. Einige Städte, die mit Einwohnerverlusten zu kämpfen haben, zahlen etwa Zuschüsse zu Grundstückspreisen. Andere Kommunen wiederum bieten spezielle Heizungsprogramme, die günstige Darlehen etwa für den Anschluss an das Fernwärmenetz oder die Installation von Erdgasbrennwerttechniken enthalten. Gezielte Informationen für Ihre Region lassen sich über die Förderdatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums abrufen.

6) NEU - Steuerliche Förderung: Energieeffizienz zahlt sich aus
Ab diesem Jahr gibt es mit Steueranreizen eine zweite Säule zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung – und damit eine Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen der KfW. Künftig werden Einzelmaßnahmen, die die Energieeffizienz steigern, steuerlich gefördert. Dazu zählen etwa ein Heizungstausch, der Einbau neuer Fenster oder die Dämmung von Außenwänden. Die Kosten für solche Maßnahmen können Eigentümer mit bis zu 20 Prozent über einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich in Abzug bringen. Voraussetzung ist lediglich, dass es sich um selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Das Gesetz greift bereits für das Steuerjahr 2020 – Modernisierer können die Ausgaben also erstmalig mit der Steuererklärung 2021 geltend machen.

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Last Update: 27.1.2020
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